Universität Kopenhagen: Voraussetzungen für den Erfolg schaffen

Datum

ChronosHub und die Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Kopenhagen haben sich in einem kollaborativen Pilotprojekt zusammengeschlossen – eine Reise hin zu grünem OA und Sicherstellung der Compliance in der Forschungsgemeinschaft der Universität.

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Die Universität Kopenhagen (UCPH) wird seit 1479 von intellektueller Kreativität und kritischem Denken angetrieben und ist die älteste Universität Dänemarks. Mit 5.000 Wissenschaftler*innen, 40.000 Studierenden und 10.000 Beschäftigten verfügt die Universität über ein internationales Forschungs- und Studienumfeld. Die Universität veröffentlicht jährlich über 9.000 Beiträge in allen wissenschaftlichen Disziplinen und positioniert sich damit als eine der führenden Forschungseinrichtungen der Welt.

Herausforderung

Mehr Open Access, mehr Komplexität

Für die Publikation von Forschungsergebnissen wird es immer wichtiger, diese offen zugänglich zu machen, um ihre Nutzung zu erhöhen. Im Einklang mit der Open-Access-Bewegung (OA) verfolgen immer mehr Fördernde und Forschungseinrichtungen eine Veröffentlichungspolitik für ihre geförderte Forschung und ermutigen Forscher*innen dazu, ihre Ergebnisse in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen.

Für die UCPH gab es einige wesentliche OA-Anliegen, die angegangen werden mussten:

  1. Es dringend erforderlich, einen viel besseren Überblick und mehr Klarheit über OA-konforme und nicht-OA-konforme Forschung zu verschaffen.
  2. Die Universität musste einen grünen OA-Ansatz verfolgen, um …
    1.  die Förderrichtlinien der Europäischen Kommission, als Hauptförderer, einzuhalten,
    1. der dänischen Nationalen Open-Access-Strategie gerecht zu werden,
    1. Plan S einzuhalten.

Warum? Auch wenn das Lesen von OA-Artikeln kostenlos ist, wollen Verlage nicht auf ihre Einnahmen verzichten. Daher basiert eines der gängigsten OA-Geschäftsmodelle darauf, eine sogenannte Article Processing Charge (APC) zu zahlen, um den Artikel zu veröffentlichen. Der weltweite durchschnittliche APC liegt bei etwa 1800 US-Dollar pro Artikel und variiert von einigen hundert US-Dollar bis zu siebentausend US-Dollar. UCPH gibt bereits unglaubliche 2 Mio. € pro Jahr für APCs aus – diese Kosten können für UCPH enorm minimiert werden, wenn die grüne OA-Route verwendet wird, die keine APC-Zahlungen erfordert.

Lösung

Ein Schritt in die richtige Journalrichtung

Im vergangenen Jahr haben die Fakultät für Naturwissenschaften der UCPH und die Königlich Dänische Bibliothek den ersten Schritt unternommen und sich mit ChronosHub zusammengetan, um die Einhaltung in einem kollaborativen Pilotprojekt sicherzustellen.

Mit dem Zugriff auf den ChronosHub Journal Finder können Forscher der UCPH leicht Zeitschriften identifizieren, die den institutionellen Vereinbarungen und den OA-Veröffentlichungsanforderungen ihrer Fördernden entsprechen. Der Journal Finder umfasst mehr als 45.000 Zeitschriften und ermöglicht es Autor*innen, ihre Förderquelle(n) anzugeben und für jede Zeitschrift zu prüfen, ob sie mit den Open-Access-Richtlinien des Förderers konform ist. Für jede Zeitschrift können die Autor*innen auch sehen, was der Journal Finder als Autorenauswahl erlaubt und anbietet (z.B. Selbstarchivierungsrechte und Art des OA), sowie alle spezifischen Bedingungen und APC-Beträge basierend auf einer institutionellen Vereinbarung zwischen dem Verlag und der Universität.

UCPH hat Zugriff auf alle Daten und Analysen zu (akzeptierten) Artikeln in ChronosHub und muss nicht auf die verschiedenen OA-Dashboards der Herausgeber*innen gehen – und kann deren Vereinbarungen an einem Ort überwachen.

„ChronosHub wird es The Royal Library – the National License Consortia, ermöglichen, spezifische ausgehandelte Deals mit Verlagen klar zu kommunizieren und sie auf ihrem Weg der nationalen OA-Strategie stärken“, sagte Kira Stine Hansen, stellvertretende Direktorin und Leiterin der Universitätsbibliothek Kopenhagen.

Resultate

Gewonnene Erkenntnisse

Der Implementierungsprozess führte zu mehreren neuen Erkenntnissen und Aspekten, darunter:

  • Open Access kostet Geld – UCPH stellte in dem Zusammenhang fest, dass ihre APCs 2 Mio. € pro Jahr betragen.
  • Um zu sehen, was wirklich funktioniert und was nicht, musste die Arbeit praktisch durchgeführt werden, nicht nur auf dem Papier.
  • Einen Dienst wie ChronosHub zu beauftragen, ist nur die halbe Miete. Es muss auch die Akzeptanz eines Dienstes gestärkt werden, indem Vorteile und Anreize für die Forscher*innen klar kommuniziert werden, z. B. keine redundante Berichterstattung, keine Compliance-Probleme, keine Administrator*innen für Zahlungen usw.
  • Identifizierung und Schließung von systematischen Lücken durch Einbindung anderer Quellen kann nur schrittweise erfolgen, um am Ende 100% Automatisierung und 100% Abdeckung aller Artikel zu erhalten.

Universitäten sind oft ziemlich dezentralisiert – und UCPH ist keine Ausnahme. Die ChronosHub-Lösung erforderte eine schrittweise Einführung, beginnend mit der Einführung des öffentlich frei zugänglichen Journal Finders – ein großer Schritt, auf dem Weg der Universität hin zum grünem OA ohne APCs.

Vorausschauen

Die nächsten Schritte im Prozess werden eine natürliche Weiterentwicklung zur Einführung von APC-Management, Compliance-Checks, Bereitstellung von Analysen und Befüllung des lokalen Repositorys sein – dies erfordert einen längeren Prozess, an dem alle Abteilungen beteiligt sind. Letztendlich wird erwartet, dass die UCPH als Vollmitglied von ChronosHub zu einer weiteren Reduzierung der gesamten Veröffentlichungskosten für die Institution führt.

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